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OP-Raum Oldenburg

Raumlufttechnik im OP – Luftführung und Komponenten

Die raumlufttechnische Anlage ist das Herzstück der OP-Hygiene. Sie sichert die Luftqualität im Operationssaal und schützt Patient und Personal. Diese Seite erläutert Luftführung, Schutzfunktion und hygienerelevante Komponenten.

Symbolbild: Zentrale raumlufttechnische Anlage mit Schwebstofffilter und Kanalnetz
Zentrale RLT-Anlage mit Schwebstofffilter und Kanalnetz – Qualifizierung nach DIN 1946-4 (Symbolbild).

Die Schutzfunktion der OP-Lüftung

Die RLT-Anlage im OP erfüllt zwei zentrale Schutzfunktionen:

🛡️ Schutz des Patienten

Reduktion der Keim- und Partikelkonzentration im unmittelbaren Operationsfeld, um das Risiko postoperativer Wundinfektionen zu senken.

🧑‍⚕️ Schutz des Personals

Gezielte Luftführung und Verdünnung, um Aerosole und Keime von den im OP tätigen Personen fernzuhalten.

🌬️ Kontrollierte Raumluft

Sicherstellung der geforderten Luftwechselraten, Temperatur und relativen Feuchte im Eingriffsraum.

Luftführungssysteme

Mischströmung

  • Individuelle Prüfkonzepte nach DIN 1946-4:1999
  • Angepasst an das jeweilige Luftführungssystem
  • Bei Bestandsanlagen weiterhin relevant

Hygienerelevante Komponenten

Folgende Bauteile sind aus hygienischer Sicht besonders relevant und werden bei der Qualifizierung geprüft:

🔍 Endständige HEPA-Filter

Schwebstofffilter der Klassen H13 oder H14, endständig in Decke oder Wänden eingebaut. Ihre Dichtheit wird messtechnisch nachgewiesen.

💨 Luftkanäle

Kanalinnenflächen müssen glatt und reinigbar sein. Dichtheit verhindert ungefilterten Lufteintritt.

🔄 Ventilatoren

Fördern die Luft und sichern den geforderten Volumenstrom. Zugänglichkeit und Verschmutzung sind zu bewerten.

🌡️ Wärmeübertrager

Heiz- und Kühlregister müssen frei von Ablagerungen bleiben; Kondensat muss vollständig abfließen.

💧 Kondensatwannen

Stehendes Kondensat ist ein Nährboden für Mikroorganismen und muss vermieden werden.

🚪 Revisionsöffnungen

Die Zugänglichkeit aller luftberührten Flächen ist Voraussetzung für Inspektion und Reinigung.

Filterung im OP

In OP-Räumen und Rüstzonen kommen endständig eingebaute Schwebstofffilter (HEPA) der Klassen H13 oder H14 zum Einsatz. Sie reduzieren Partikel und Keime in der Zuluft und sind Voraussetzung für die geforderte Luftqualität im Operationsfeld.

Darüber hinaus schreibt die DIN 1946-4 vor, dass endständig eingebaute Schwebstofffilter regelmäßig auf Dichtsitz- und Leckagefreiheit geprüft werden – auch in Sterilgutlagerräumen und Behandlungsräumen der Isolierkrankenpflege. Details finden Sie unter Partikelmessung.

Hinweis: Die Leckprüfung am eingebauten Filtersystem erfolgt nach DIN EN ISO 14644-3. Sie weist den korrekten Einbau und die Leckagefreiheit im Betriebszustand nach.

Druckstufen und Luftführung

OP-Bereiche sind häufig als Schleusen- und Druckstufenkonzept ausgeführt, um Keimeintrag zu begrenzen und Luftströmungen gezielt zu führen. Die Qualifizierung überprüft unter anderem die Strömungsrichtungen und die Einhaltung geplanter Luftführungen.

Mehr dazu unter Druckstufen und Schleusen.

Häufige Fragen zur Raumlufttechnik im OP

Welche Funktion hat die Raumlufttechnik im OP?

Die RLT-Anlage im OP erfüllt zwei Schutzfunktionen: Sie senkt die Keim- und Partikelkonzentration im Operationsfeld zum Schutz des Patienten und führt Aerosole und Keime vom OP-Personal weg. Sie stellt zudem die geforderten Luftwechselraten und die gerichtete Luftführung sicher.

Wie unterscheiden sich die Luftführungssysteme?

Bei der Raumklasse Ia kommt eine turbulenzarme Verdrängungsströmung (TAV) mit zentralem Schutzbereich und über 300-fachem Luftwechsel pro Stunde zum Einsatz. Bei der Raumklasse Ib wird eine turbulente Verdünnungsströmung (TVS) mit etwa 20- bis 25-fachem Luftwechsel pro Stunde eingesetzt.

Welche Bauteile sind hygienisch besonders relevant?

Endständige Schwebstofffilter (HEPA H13/H14), Luftkanäle, Ventilatoren, Wärmeübertrager, Kondensatwannen, Befeuchtungseinrichtungen und Revisionsöffnungen. Sie müssen für Inspektion und Reinigung erreichbar sein.

Welche Filter kommen zum Einsatz?

In OP-Räumen und Rüstzonen kommen endständig eingebaute Schwebstofffilter (HEPA-Filter der Klassen H13 oder H14) zum Einsatz. Ihre Dichtheit wird durch die Leckprüfung nach DIN EN ISO 14644-3 nachgewiesen.

Wer führt die Prüfung der RLT-Anlage durch?

Die Prüfung erfolgt ausschließlich durch den jeweils beauftragten unabhängigen Fachbetrieb. Diese Plattform nimmt Anfragen entgegen und prüft eine mögliche Vermittlung.

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